Acholshausen

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Acholshausen ist mit ca. 410 Einwohnern der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Gaukönigshofen.

Die alte katholische Pfarrkirche von Acholshausen fiel am 10. September 1944 ebenso wie große Teil der Ortschaft einem Luftangriff auf den nahen Flugplatz Giebelstadt zum Opfer. Zu dem modernen Nachfolgerbau, der auch wieder dem Heiligen Bartholomäus geweiht ist, führt eine breite von Heiligenfiguren flankierte Freitreppe empor.

Daneben befindet sich die Baugruppe des ehemaligen Stift Haug´schen Amtshauses aus dem frühen 18. Jahrhundert mit dem vorgelagerten Stiftungsgebäude der Dr. Werner´schen Spitalstiftung. In der Dorfmitte steht die Mariensäule aus dem 19. Jahrhundert, gegenüber grüßt eine Madonna von ihrem Platz. In der südlichen Mauer des Friedhofes ist ein alter Kreuzweg und in die Stützmauern der ehemaligen Kirchenbefestigung ein Bildstock aus dem Jahre 1737 eingelassen.

In einem gemauerten Hällchen am Weinbergweg ist der „Gemeißelte Heiland“ und einige Schritte weiter auf einem Bildstock von 1694 die „Pieta“ dargestellt.
Über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt wurde Acholshausen jedoch durch einen Ausgrabungsfund im Jahr 1970.
Beim Bau eines Aussiedlerhofes stieß man auf ein Steinkammergrab, in dem man einen bronzenen Kesselwagen aus der Zeit um 1000 v. Chr. fand. Dieser sehr gut erhaltene Kultwagen mit einer HÖhe von 12 cm bildet neben anderen prähistorischen Funden eines der wertvollsten Ausstellungsstücke des Mainfränkischen Museums Würzburg.
Auch die dort ebenfalls zu sehende weltberühmte „Acholshäuser Madonna“ von Tilmann Riemenschneider aus der Zeit um 1520, Überrest einer Kreuzigungsgruppe, um 1900 wiedergefunden, gibt Zeugnis von einer reichen geschichtlichen Vergangenheit Acholshausens.
Der schon erwähnte „Gaubahn-Radweg“, sowie der St. Jakobs-Pilgerweg führen ebenfalls über Acholshausen.

Freizeiteinrichtungen

Neben dem Gaubahn-Radweg gelegen bietet ein Abenteuer-Spielplatz mit einem Wasserlauf und einem Grillplatz Möglichkeiten zu Rast und Erholung.

Quelle: Broschüre „Die Gemeinde Gaukönigshofen informiert“ – 1. Auflage / 2012